Herstellungsarten der Schienen
Prinzipiell müssen vor Anfertigung einer Schiene patienten-identische Abformungen eines oder beider Kiefer genommen werden. Diese “Abdrücke” werden mit Spezial-Hart-Gips ausgegossen, so dass man ein genaues Modell der Patientensituation erhält.
A. Tiefgezogene Schienen (“Miniplast-Schiene”)
Bei der Herstellung von tiefgezogenen Schienen wird eine spezielle thermoplastische (Tiefzieh-)Platte erhitzt und über das Gipsmodell (tief-)gezogen, so dass die dabei entstehende, durchsichtige Schiene in einem vorher bestimmten Abstand die Gipszähne wie eine zweite Haut umschließt.
B. Angestreute Schienen
Wesentlich präziser aber auch wesentlich aufwändiger ist die labortechnische Herstellung von angestreuten Schienen. Nach Isolierung der Modelle und Ausblockung untersichgehender Stellen wird PMMA-Kunststoff in fließender Konsistenz an das Modell “angestreut” und nach Ausformung der Schienenoberfläche im Artikulator anschließend in einem Drucktopf auspolymerisiert.
C. Schienen aus lichthärtenden Kunststoffen
Neben lichthärtenden Composites gibt es neuerdings für die Schienenherstellung auch lichthärtende Urethanmaterialien wie z.B. den von uns verwendeten Eclipse®-Kunststoff, welcher frei ist von Methyl-, Ethyl-, Propyl- und Buthyl-Monomeren und somit eine wesentlich geringere allergene Wirkung besitzt als die Schienenkunststoffe auf PMMA-Basis. Die aus Eclipse® hergestellten Schienen besitzen eine hohe Passgenauigkeit, einen hohen Tragekomfort, eine hervorragende ästhetische Wirkung und sind besonders biokompatibel.
