Arbeitsschritte: Zahntechnik- oder Praxislabor?!
Wie in (Arbeitschritten am Patienten) zuvor erwähnt, werden die “Abdrücke” des Patienten im Labor mit Spezial-Hartgips ausgegossen und mit einem so genannten Kontrollsockel (split-cast) versehen. Dann wird der Oberkiefer mit Hilfe des Gesichtsbogens so in das Oberteil des Artikulators eingegipst, dass dieser räumlich genau der Lage des Oberkiefers im Schädel des Patienten entspricht. Anschließend wird der Unterkiefer mit dem am Patienten genommenen (Zentrik-) Registrat in das Artikulator-Unterteil eingegipst.
Mit Hilfe des Kontrollsockels wird dann kontrolliert, ob sich bei den durchgeführten Laborarbeiten Ungenauigkeiten (z.B. durch das Abbinden des Gipses) eingeschlichen haben. Die bei dem Artikulator einstellbaren Werte (wie z.B. die Neigung der Kiefergelenk-Bahnen) werden dann mit Hilfe der am Patienten ermittelten Werte individuell eingestellt.
Nach diesen zahntechnischen Arbeiten entspricht die Modellsituation in dem mechanischen Gerät “Artikulator” sehr genau der Situation im Patientenmund.
Modellanalyse
Der Behandler kann nun an dem mit den individuellen Patientenwerten programmierten Artikulator dreidimensional und von allen Seiten eine Analyse der Funktion der Zähne und Kiefer in Relation zu den Kiefergelenken durchführen.
Infolge der genauen Lagebeziehung der Zähne und Kiefer zueinander, kann jetzt eine genaue Analyse der krankmachenden Ursachen erfolgen und eine Therapieplanung erarbeitet werden, welche die physiologische Stellung der Kiefergelenke berücksichtigt.



