Was ist manuelle Funktionsdiagnostik?
Manuelle Funktionsdiagnostik ist eine Methode, funktionelle Beschwerden der Kiefergelenke und aller Strukturen seiner unmittelbaren Umgebung zu diagnostizieren (Geräusche, Schmerzen bei Bewegung, Limitationen von Bewegung).
Der Behandler benötigt hierzu in erster Instanz nur seine Augen und seine Hände. Mittels bestimmter Gelenkspieltechniken und Provokationstests, lässt sich eine Aussage über die Art einer „Kiefergelenksstörung“ oder einer umgebenden Struktur treffen.
Man muss sich das in einer ähnlichen Art und Weise vorstellen, als wenn man beim Internisten durch Drücken auf bestimmte Bauchregionen eine Aussage darüber erhält, ob man ein Problem mit der Leber, dem Darm oder einer Blinddarmreizung hat.
Wir können hier Aussagen darüber treffen, ob ein Problem des Kiefergelenks selbst oder aber einer seiner umgebenden Strukturen (Bänder, Kaumuskulatur, Gelenkkapsel) vorliegt. Diese Erkenntnis wiederum lässt Rückschlüsse darüber zu, wie die Problematik entstanden ist, und wie man sie behandeln muss, oder ob weitere diagnostische Maßnahmen (instrumentelle Kiefergelenksdiagnostik) erforderlich sind.
